Ostermarsch 2020: Geld für Gesundheit statt Rüstung

Trotz ungewöhnlicher Umstände findet der Protest für FRIEDEN und ABRÜSTUNG im 60. Jahr der Ostermärsche nicht auf der Strasse statt. Das bedeutet aber nicht, dass es in diesem Jahr keinen Protest der Friedensbewegung gibt. virtuell und von zu Hause aus.

Konrad Ott Sprecher für die DIE LINKE. im Kreis Ludwigsburg: „Wir unterstützen den Protest, und verteilen im Kreis in die Briefkästen 2500 „Zeitungen gegen den Krieg“ mit einem Flyer und Flugblatt zur aktuellen Situation in den Krankenhäusern und der Pflege, „Den Pflegenotstand stoppen“ und „Menschen vor Profit: Beschäftigte sind systemrelevant“ Bedanken reicht nicht aus! Die systemrelevanten Beschäftigten, die den „Laden“ zu Zeit am Laufen halten, müssen zukünftig auch systemrelevant, fair bezahlt werden.“ Wir bitten die Menschen die Forderung der Friedensbewegung zum Ostermarsch 2020 „Frieden und Abrüstung! – Geld für Gesundheit statt Rüstung!“ mit PACE- und FRIEDENSFAHNEN, Transparenten, Plakaten und Schildern, an Balkonen, im Fenster zu unterstützen.

Kampfbomber als faulige Ostereier im Osternest!

Geld für die Gesundheit! Statt für die Rüstung! Heißt ganz konkret, keine neuen Atombomber für weit über 10 Milliarden Euro, als faulige Ostereier im Osternest. Noch vor Ostern, im Schatten der Corona-Krise will Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, grünes Licht aus ihrem Ministerium für  die Beschaffung der Kampfbomber geben. Sie will wegen der Corona-Krise keine Abstriche daran machen lassen (FAZ 27.3.20). Und das in Zeiten einer kollabierenden Wirtschaft mit Millionen Kurzarbeitern, steigenden Arbeitslosenzahlen  und einem Gesundheits-und Pflegesystem, das nahe am Zusammenbruch ist. Konrad Ott: „Menschenverachtender geht es wohl kaum. Wir leben in finsteren Zeiten“

Kreisparteitag abgesagt!

Der Corona-Virus sorgt derzeit für Verunsicherung und hält das Land in Atem. Angesichts der sich häufenden Fälle im Kreis Ludwigsburg hat der geschäftsführende Vorstand beschlossen, den für 16. März geplanten Kreisparteitag abzusagen. Viele unserer Mitglieder gehören den Risikogruppen an, die Sicherheit unserer Genossinnen und Genossen hat Vorrang. Bitte schaut in Eurer Umgebung, wo Menschen Hilfe brauchen und lebt Solidarität z.B. durch Botengänge oder Einkäufe für diejenigen, die unter Quarantäne stehen oder wegen des erhöhten Risikos nicht aus dem Haus gehen mögen.

Bitte beachtet auch die Absagen weiterer Veranstaltungen wie z.B. „Die Zukunft des Automobilstandorts Baden-Württemberg“ am 18. März in Stuttgart.

Rosen zum Weltfrauentag

Mitglieder der LINKEN am Internationalen Frauen*tag am Sonntag vor dem Bietigheimer Krankenhaus.  

Die überwiegend weiblichen Beschäftigten die zum Schichtbeginn um 6 Uhr ihren Dienst antraten bekamen eine Rose und eine Karte nach dem Motto: EIN TAG IM JAHR REICHT UNS NICHT, wir fordern den gleichen Respekt und die gleiche Bezahlung das ganze Jahr über.

Politisches Frauenfrühstück und Aufruf zur Demo

Am Sonntag, den 1. März traf sich die Frauengruppe zum Politischen Frauenfrühstück. Zu Gast war Brigitta Meyer, Landesfrauenbeauftragte der Partei DIE LINKE. Baden-Württemberg. Diskutiert wurde im Zuge der Strategiedebatte über die Vision einer gerechteren Gesellschaft.

Die Verteilung von Sorgearbeit geht zu Lasten der Frauen, diese gesellschaftliche Festlegung führt auch zur Entwertung entlohnter Arbeit. Typische Frauenberufe werden deutlich schlechter bezahlt und selbst bei vergleichbarer Arbeit weist der durchschnittliche Bruttostundenverdienst noch deutliche Differenzen auf. Altersarmut trifft in besonderem Maße Frauen. Gleichberechtigte Lebensmodelle wären z.B. zu erreichen durch mehr Flexibilisierung und Verkürzung der Arbeitszeit bei entsprechendem Lohnausgleich. Die Digitalisierung wird die Arbeitswelt verändern, daraus resultierende Produktivitätsgewinne müssen auch an die Beschäftigten zurückfließen.

Zur gesellschaftlichen Schieflage kommt, dass Frauen auch in Wirtschaft und Politik häufig noch ausgegrenzt werden. Seit mehr als 100 Jahren haben wir ein Frauenwahlrecht, bei diesem Tempo braucht es weitere hundert Jahre. Frauen sind in der Politik unterrepräsentiert, daher ist ein Paritätsgesetz längst überfällig. Sie engagieren sich viel eher im Ehrenamt, weil männlich dominierte Machtstrukturen in der Politik unattraktiv erscheinen. Nicht die Frauen müssen sich ändern, sondern die Strukturen. Am Weltfrauentag erhalten wir von Männern eine Blume, während wir den Rest des Jahres nicht gehört oder übergangen werden. Darauf kann es am Weltfrauentag nur eine Antwort geben: Wir wollen keine Rosen, sondern den gleichen Respekt und die gleichen Chancen und zwar nicht nur für Frauen sondern für alle Menschen.

Wir rufen daher auf zur Teilnahme an der Demo zum Internationalen Frauenkampftag am Samstag, den 7. März – 15.00 Uhr, Treffpunkt Schlossplatz Stuttgart. Wer sich uns anschließen möchte ist herzlich willkommen. Wir fahren mit der S-Bahn ab Marbach (S 4, Abfahrt 14.25 Uhr, Zustieg in den hinteren Wagen).

Einladung zum Politischen Frauenfrühstück

Die Frauengruppe des Kreisverbands DIE LINKE. Ludwigsburg lädt ein zum Politischen Frauenfrühstück am

1. März 2020 – 11.00 Uhr in das Cafe Luckscheiter in Ludwigsburg.

Mehr Befreiung wagen. So lautet der Titel eines Beitrags zur Strategiedebatte der Linken, über den wir gemeinsam diskutieren wollen. Menschen definieren sich über Akzeptanz und Anerkennung durch andere. Sorgearbeit wie Kinderbetreuung oder Pflege wird zum Großteil von Frauen erledigt, finanziell und gesellschaftlich wenig anerkannt. Die Arbeitszeitkultur orientiert sich noch immer an männlichen Vollzeit-Beschäftigten; die Mehrheit der Frauen aber hängt in prekären, flexiblen oder Teilzeitverhältnissen fest. Wer Kinder versorgt oder Eltern pflegt kann keiner Vollzeitarbeit nachgehen, riskiert damit seinen Lebensunterhalt und eine auskömmliche Rente. Dazu müssen Frauen nach wie vor gegen Rollenklischees kämpfen. Fast schon überwunden geglaubte Vorurteile und traditionelle Rollenbilder nehmen mit dem Erstarken der Rechten wieder überhand. Gleichstellung kann nicht bedeuten, dass Frauen wie Männer werden müssen. Doch wie lässt sich eine Gesellschaft der Zukunft gestalten? Eine Gesellschaft, in der Kinder, Alte und Kranke nicht wegorganisiert werden müssen und alle an politischen Entscheidungen beteiligt werden. Wir laden alle interessierten Frauen ein mit uns darüber zu diskutieren.

Gudrun und Susanne

Bericht vom Landesparteitag

Anfang Februar fand der Landesparteitag des Landesverbands DIE LINKE Baden-Württemberg statt, an dem auch Delegierte des Orts- und Kreisverbands teilnahmen. Erstmals kann der Kreisverband Ludwigsburg mit Lydia Beier und Alper Taparli zwei Delegierte zum Bundesparteitag entsenden.

Einhellig verabschiedet wurde einen Volksantrag für einen Mietpreisdeckel auf den Weg zu bringen. Gefordert wird ein sechsjähriger Stopp der Mietpreiserhöhungen in Kommunen mit angespanntem Wohnungsmarkt sowie mehr öffentlich geförderten und genossenschaftlichen Wohnraum zu schaffen. Wohnen gehört zu den Grundrechten der Daseinsvorsorge wie Gesundheit, Bildung und Mobilität und ist eine der drängendsten Fragen unserer Zeit. Viel zu wenig wird in kommunalen und gemeinwohlorientierten Wohnbau investiert und die Spekulation mit Wohnraum lässt die Boden- und Immobilienpreise explodieren. Selbst der Mittelstand hat mittlerweile Probleme bezahlbaren Wohnraum zu finden, da die Wohnkosten seit Jahren rascher steigen als die Gehälter. Wohnen ist längst keine Selbstverständlichkeit mehr, sondern wird zunehmend ein Problem.