1. Mai: Für Gute Arbeit und bessere Bezahlung!

Unter Corona-Bedingungen heißt Solidarität Abstand halten, mit Maske, aber sich den Mund nicht verbieten lassen. DIE LINKE. war mit ihren Forderungen: Für Gute Arbeit – Gute Löhne! Gegen prekäre Beschäftigung! Für bezahlbares Wohnen und mehr soziale Gerechtigkeit! bei der diesjährigen, 1. Mai DGB Kundgebung „Solidarität ist Zukunft“, auf den Rathausplatz stark vertreten.

Jetzt zeigt sich, auf welche Berufe es in der Pandemie besonders ankommt. Es ist an der Zeit, sie auch so zu bezahlen. Es sind die Beschäftigten in den „systemrelevanten“ Berufen die den Laden am Laufen halten. Der Beifall ist verstummt, an ihren Arbeitsbedingungen hat sich nichts zum Besseren verändert. Es bleibt dabei: Menschen vor Profit: Für Gute Arbeit und bessere Bezahlung!

Die Corona-Pandemie wirkt wie ein Brandbeschleuniger bei der Vernichtung von Arbeitsplätzen im Kreis Ludwigsburg. Die Arbeitgeber nutzen die Pandemie zur Profitmaximierung auf Kosten der Beschäftigten. Das zeigt die Vernichtung von über 1.000 gut bezahlter Industriearbeitsplätze, bei den Firmen Bosch AS Bietigheim, Komet Besigheim und Mann + Hummel Ludwigsburg. Betroffen von der Arbeitsplatzvernichtung sind die Menschen, mit ihren Familien die ihre Existenzgrundlage verlieren mit der sie ihren Lebensunterhalt verdient haben. Neben dem Arbeitsplatzverlust bedeutet das: Weniger staatliche Steuereinnahmen und weniger Sozialversicherungsbeiträge von zuvor tariflich gut bezahlten Beschäftigten und den Verlust wertvoller Industriearbeits- und Ausbildungsplätzen. Wir brauchen Zukunft und Perspektive für unsere Jugend. Wir fordern: Schluss mit der Vernichtung von Arbeitsplätzen. Kein Personalabbau „Stunden entlassen statt Menschen.“

Bernd Riexinger kritisiert Geschäftsführung von Bosch AS wegen Standortschließung

Bernd Riexinger, MdB

Bernd Riexinger, Bundestagsabgeordnete der Partei DIE LINKE, wirft der Geschäftsleitung von Bosch soziale Verantwortungslosigkeit gegenüber den Beschäftigten vor. Er verurteilt scharf das Vorgehen der Geschäftsführung von Bosch AS, die am Standort Bietigheim-Bissingen 290 Arbeitsplätze verlagern wird.

Bernd Riexinger, Bundestagsabgeordnete der Partei DIE LINKE, wirft der Geschäftsleitung von Bosch soziale Verantwortungslosigkeit gegenüber den Beschäftigten vor. Er verurteilt scharf das Vorgehen der Geschäftsführung von Bosch AS, die am Standort Bietigheim-Bissingen 290 Arbeitsplätze verlagern wird. Riexinger: „Ich habe keinerlei Verständnis, dass die Fertigung nach Ungarn verlagert wird, weil dort die Lohnkosten niedriger sind“. Riexinger kritisiert auch die Untätigkeit der Baden-Württembergischen Landesregierung. „Ich hätte erwartet, dass die Landesregierung den Kampf und das Engagement der Betriebsräte und der IG-Metall um den Standort unterstützt. Da war jedoch nichts zu hören“.

Vor den Betriebsräten habe Riexinger großen Respekt. Sie hätten alles getan um für den Erhalt des Standortes zu kämpfen. Leider seien Sie an die Grenzen der nicht vorhandenen Mitbestimmung gestoßen. Deshalb habe seine Fraktion vor kurzem eine Erweiterung der Mitbestimmung bei Standortschließungen und Verlagerungen beantragt. Er sei jedoch von der Regierungsmehrheit abgeschmettert worden.

Riexinger kritisiert weiter, dass viele Unternehmen in der Region die Gunst der Stunde nutzen, um massiv Stellen abzubauen, Standorte zu schließen oder zu verlagern. Es drohe eine massive Vernichtung von gut bezahlten Industrie-Arbeitsplätzen. Bosch Bietigheim, Mann und Hummel, Eberspächer seien lediglich die Spitze des Eisberges. Viele Belegschaften, wie Mahle-Behr, würden sich gegen einen massiven Stellenabbau völlig zu Recht wehren. Riexinger: „Es wird höchste Zeit, dass Bund und Land mit einer offensiven Industriepolitik eingreifen. Es geht darum, die Arbeitsplätze und das Klima zu schützen“.